Wahlen machen Politik schwieriger

Die AfD auf Wählerfang. Viele Menschen haben die Partei aus Protest gewählt. Die AfD auf Wählerfang. Viele Menschen haben die Partei aus Protest gewählt.
© Ziko van Dijk; Wikipedia; CC BY-SA 3.0

In drei Bundesländern (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt) ist am Wochenende gewählt worden. Überall wurden die alten Landesregierungen abgewählt. Und überall gab es Ergebnisse, die das Regieren in Zukunft schwieriger machen.

In Baden-Württemberg haben die Grünen den höchsten Wahlsieg aller Zeiten eingefahren. Aber ihr bisheriger Regierungspartner, die SPD, hat sehr schlecht abgeschnitten. In Rheinland-Pfalz ist es umgekehrt. Dort hat die SPD gewonnen, aber die Grünen haben nur noch wenige Sitze. Für eine Mehrheit im Landtag reicht es nicht.

In allen drei Bundesländern hat die AfD sehr viele Stimmen bekommen. Am meisten in Sachsen-Anhalt: Dort ist sie hinter der CDU die zweitstärkste Partei. Ob die AfD genügend Mitglieder hat, die die Regierungszeit durchhalten, wird sich zeigen.

Abzuwarten bleibt auch, welche Politik die AfD machen will. Bisher ist sie vor allem damit bekannt geworden, dass sie sich gegen Flüchtlinge und Ausländer ausgesprochen hat. Bei vielen Wählern sitzt die Angst tief, dass sich Deutschland verändern könnte. Sie befürchten, der Islam könnte mehr Einfluss gewinnen.

Was für ein abstoßender Eintrag: Selbst vor Kinderzeitungen macht die AfD mit Ihren kruden Weltverschwörungstheorien nicht halt ("die gesamte Presse hat sich gegen uns verschworen"). Genau das ist der Grund, weshalb Sie gestoppt werden müssen: Sie sind völlig irrational, in vielerlei Hinsicht verlogen, menschenfeindlich, antidemokratisch und Ihr Reden bzw Schreiben propagandistisch. Das weckt ganz üble Erinnerungen an die Nazi-Zeit!!!
Hoffentlich ist die politische und historische Bildung in den Schulen heute noch genauso gut wie vor 20 Jahren und es gelingt den jungen Generationen, Ihre verlogene Rhetorik zu durchschauen.

Sie sollten meiner Meinung nach Kinder nicht ideologisch beeinflussen, sondern die Nachrichten neutral gestalten. Dass die AfD "sich gegen Flüchtlinge und Ausländer ausgesprochen hat", ist schlicht falsch. Das ist lediglich das Bild, das in den Massenmedien vermittelt wird, um die unliebsame neue politische Konkurrenz auszuschalten. Die AfD setzt sich für eine sinnvolle Asylpolitik ein, die gerade im Interesse der Kriegsflüchtlinge wäre. Wie Sie wissen (sollten), ist die AfD aus der Wahlalternative 2013 hervorgegangen, und es ging am Anfang ausschließlich darum, durchzusetzen, dass die europäischen Gesetze in Bezug auf die Euro-Rettung eingehalten werden. Dadurch ist die AfD bekannt geworden. In den letzten Monaten kapriziert sich ALLES auf das Flüchtlingsthema, weil wir leider durch die Struktur der Berichterstattung zu einer Ein-Themen-Gesellschaft geworden sind.
Und was genau meinen Sie mit der Bildunterschrift "Die AfD auf Wählerfang"? Wollen Sie damit suggerieren, die anderen Parteien seien im Wahlkampf nicht auf Wählerfang?

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