Verdacht: WM 2006 war gekauft

Für die deutschen Fans war die WM ein "Sommermärchen". Bald ist sie ein Fall für die Polizei. Für die deutschen Fans war die WM ein "Sommermärchen". Bald ist sie ein Fall für die Polizei.
© René Stark, Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ist möglicherweise nur in Deutschland ausgetragen worden, weil Bestechungsgelder geflossen sind. Dieser Verdacht ist jetzt laut geworden. Wenn die Behauptungen stimmen, haben vier FIFA-Vertreter aus Asien Geld bekommen, um für Deutschland als Austragungsort zu stimmen.

Insgesamt durften 24 Vertreter aus verschiedenen Staaten abstimmen, wohin die WM geht. Deutschland gewann mit 12:11 Stimmen - ein Vertreter hatte sich überraschenderweise der Stimme enthalten. Als Bestechungsgeld soll der Deutsche Fußballbund (DFB) 6,7 Millionen Euro gezahlt worden sein.

Von diesem verbotenen Vorgehen soll auch Franz Beckenbauer gewusst haben. Er galt stets als der Mann, der die WM nach Deutschland geholt hat, weil er alle überzeugt hat. Auch der Präsident des DFB, Wolfgang Niersbach, soll Bescheid gewusst haben.

In den vergangenen Monaten ist immer wieder bekannt geworden, dass es bei FIFA nicht korrekt zugeht. Der Chef der Organisation, Sepp Blatter, ist für drei Monate suspendiert worden. Das bedeutet, dass er sein Amt nicht ausüben darf, weil gegen ihn wegen Korruption ermittelt wird. Auch Michel Platini, der sein Nachfolger werden sollte, ist zur Zeit suspendiert.

DruckenVerschickenPDF