Lexikon

Demokratie

Das Wort Demokratie kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt: Volksherrschaft. In einer Demokratie bestimmt also das gesamte Volk, was in einem Land passiert.

In einem kleinen Land mit wenigen Einwohnern können Entscheidungen noch vom ganzen Volk getroffen werden. In einem größeren Staat wie Deutschland ist das schon schwieriger. Man kann sich gut vorstellen, wie kompliziert es ist, bis eine Entscheidung getroffen wird, wenn wirklich jeder mitreden darf.

Deshalb wählt das Volk Vertreter, die sich für seine Interessen einsetzen. Solche Vertreter organisieren sich in politischen Parteien, die sich dann zur Wahl stellen. In einer Demokratie darf jeder erwachsene Bürger wählen gehen, ohne dass jemand erfährt, für welche Partei er sich entschieden hat.

Außerdem darf er auch selbst eine Partei gründen oder einer Partei beitreten. In einer Demokratie hat jeder Mensch die gleichen Rechte, Frauen und Männer, und jeder darf seine Meinung frei äußern. Es gilt Versammlungsfreiheit.

Jeder Bürger muss sich an die gleichen Gesetze halten; vor Gericht entscheiden unabhängige Richter über eine Straftat. Auch der Staat kann nicht tun, was er will und muss sich an die geltenden Gesetze und die demokratischen Spielregeln, die in der Verfassung aufgestellt sind, halten. Jeder Bürger hat in Deutschland das Recht, vor dem Bundesverfassungsgericht Beschwerde einzulegen, wenn der Staat die Verfassung, also unser Grundgesetz verletzt.

Sind die Bürger mit der Politik ihrer Vertreter nicht mehr einverstanden, wählen sie sie beim nächsten Mal einfach nicht wieder. Auf diese Weise kann die politische Führung ausgewechselt werden, ohne dass sie mit Gewalt gestürzt werden muss.

In einer Demokratie soll auch verhindert werden, dass sich immer nur die Mehrheit durchsetzt. Deshalb gibt es spezielle Rechte, die Minderheiten in einer Gesellschaft schützen, zum Beispiel behinderte Menschen.