Bomben auf Schulen

Im Januar 2016 wurde diese Schule in Syrien zerstört. Bis heute konnten die Schüler nicht an ihren Ort zum Lernen zurück. Im Januar 2016 wurde diese Schule in Syrien zerstört. Bis heute konnten die Schüler nicht an ihren Ort zum Lernen zurück.
© UNICEF/UN018882/Abdulaziz

Jeden Tag werden in Kriegsgebieten vier Schulen oder Krankenhäuser angegriffen und teilweise zerstört. Andernorts werden Schüler und Lehrer vertrieben, weil Soldaten die Gebäude selbst nutzen wollen. Das gab das Kinderhilfswerk UNICEF bekannt.

Ein entsprechender Bericht zur Situation von Kindern im Krieg listet Beispiele für 2014 auf: 163 angegriffene Schulen in Afghanistan - 60 Angriffe auf Schulen in Syrien - In Süd-Sudan wurden sieben Schulen beschossen - In Jemen wurden 92 Schulen für militärische Zwecke genutzt - 2012 bis 2014 wurden in Nigeria 338 Schulen zerstört oder beschädigt.

Ausgerechnet an den Orten, wo sie geschützt sein und sich sicher fühlen sollten, werden Kinder getötet und verwundet. Solche Kriegshandlungen zählen zu den schweren Verletzungen der weltweit gültigen Kinderrechte, die immer wieder vorkommen.

Auf einer Hilfskonferenz sollen Regierungen nun dazu gebracht werden, eine "Erklärung - Sichere Schule" zu unterzeichnen. Damit sollen Schulen während bewaffneter Konflikte besser geschützt werden. Unterschrieben haben bisher 37 Staaten, darunter viele, in denen gar kein Krieg herrscht - wie die Schweiz oder Norwegen.