Drohungen "aus Spaß"

Gerüchte und Bilder verbreiten sich heute rasend schnell. Darunter sind auch viele falsche und geschmacklose Nachrichten. Gerüchte und Bilder verbreiten sich heute rasend schnell. Darunter sind auch viele falsche und geschmacklose Nachrichten.
© Erwin Lorenzen / pixelio.de

Die Polizei kämpft gegen sogenannte "Trittbrettfahrer" - also Menschen, die nach einer bereits geschehenen Gewalttat ankündigen, ebenfalls etwas Schlimmes zu tun. Dies ist zum Beispiel gerade im Raum München der Fall.

Dort hatte vergangene Woche der 18-jährige David S. neun Menschen erschossen und dann sich selbst getötet. Die Tat gilt derzeit als Amoklauf - aus Hass auf Menschen. Die Polizei ermittelt noch. Die Bluttat hat großes Entsetzen hervorgerufen - aber auch "Trittbrettfahrer" angelockt. Derzeit ermittelt die Polizei in zehn Fällen.

So wurde im Gruppen-Chat einer Schulklasse ein Amoklauf angekündigt. In einem anderen Fall drohte ein 17-Jähriger eine Pistole mit zur Schule zu bringen. Ein 14 Jahre alter Junge postete eine Einladung in ein Fast-Food-Restaurant - ähnlich soll auch David S. Opfer angelockt haben.

Das Ganze geschieht in der Regel über Chats und soziale Netzwerke. Und es sind auch ältere Männer, nicht nur Jugendliche, die so etwas tun. Die Polizei geht hart dagegen vor. Bei allen wurden die Wohnungen durchsucht, es werden Anklagen erhoben und es drohen hohe Kosten für die Polizeieinsätze.