Heftige Proteste in Brasilien

O sonho - der Traum: Für viele Brasilianer ist die Fußball-WM eher ein Albtraum. O sonho - der Traum: Für viele Brasilianer ist die Fußball-WM eher ein Albtraum. ©

In Brasilien haben 200.000 Menschen gegen die Fußball-Weltmeisterschaft demonstriert. Sie soll im kommenden Jahr in Brasilien stattfinden. Zwei Jahre später wird Brasilien die Olympischen Spiele austragen. Die Demonstranten sind sauer, dass Unmengen von Geld in diese Sportveranstaltungen gesteckt wird.

Die WM sei etwas für reiche Menschen, bemängeln die Brasilianer. Die anderen hätten nichts davon, außer dass die Preise für Lebensmittel und für öffentliche Verkehrsmittel anstiegen. An allen Ecken im Land fehle es an Geld. Allein für die Weltmeisterschaft wird Brasilien rund elf Milliarden Euro ausgeben.

Zur Zeit wird in Brasilien der Confederations Cup ausgetragen. Daran dürfen die Nationalmannschaften teilnehmen, die Meister auf ihrem Kontintent geworden sind. Das sind Japan (Asien), Mexiko (Nordamerika), Uruguay (Lateinamerika), Tahiti (Ozeanien), Italien (Europa) und Nigeria (Afrika). Außerdem sind der amtierende Weltmeister Spanien und Gastgeber Brasilien dabei.

Bei diesem Turnier wird zm ersten Mal eine Videokamera auf der Torlinie eingesetzt. Mit ihr kann bewiesen werden, ob ein Ball die Linie überquert hat oder nicht. Der Schiedsrichter bekommt ein entsprechendes Signal auf ein Empfangsgerät am Handgelenk übertragen.