Cyberangriff in vielen Ländern

Da funktioniert die Anzeigetafel der Bahn noch .... Da funktioniert die Anzeigetafel der Bahn noch ....
© Marlies Schwarzin / pixelio.de

Mehr als 150 Ländern wurden am vergangenen Freitag Ziel einer Cyberattacke. Ihre Computersysteme wurden von einem Trojaner angegriffen und lahm gelegt. Hinter diesem Angriff stecken noch unbekannte Hacker. Sie versuchen, die Unternehmen oder Organisationen zu erpressen. Sie wollen deren Daten erst nach Zahlung eines Lösegelds freigeben.

Besonders schlimm hat der Angriff Großbritannien getroffen. Dort wurden die Computer von Krankenhäusern blockiert. Operationen mussten ausfallen, Ärzte konnten ihre Patienten nicht behandeln, weil sie an deren Krankenunterlagen nicht herankamen. In Deutschland war die Deutsche Bahn eines der Ziele. Ihre Anzeigetafeln und Fahrkartenschalter funktionierten nicht mehr. In China wurden Tankstellen lahm gelegt.

Die Waffe, die die Hacker bei diesem Angriff benutzten, war ein Trojaner. Ein solches Programm kann sich unbemerkt in Rechner einschmuggeln und verbreitet sich weiter, ohne dass jemand noch etwas tun muss. Der Trojaner mit dem Namen "WannaCry" konnte von einem jungen Programmierer gestoppt werden. Er hatte die rettende Idee, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.

Von dem Angriff waren vor allem Firmen und große Einrichtungen betroffen. Ihre Betriebssysteme sind oft nicht auf dem neuesten Stand, sondern haben Sichheitslücken. Meist liegt das daran, weil sie mit eigenen, für sie entwickelten Programmen arbeiten. Bei einem Update, wie es private Computernutzer machen, müsste alles neu angepasst werden. Das ist oft sehr teuer. Eine Cyberattacke allerdings auch.

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