Schreibfehler im Aufsatz: Polizei!

In der Schule sind Fehler ärgerlich, weil sie meist schlechte Noten bringen. Dabei lernt der Mensch aus Fehlern am meisten. In der Schule sind Fehler ärgerlich, weil sie meist schlechte Noten bringen. Dabei lernt der Mensch aus Fehlern am meisten.
© S. Hofschlaeger / pixelio.de

Ein zehnjähriger Junge in Großbritannien hat Besuch von der Polizei bekommen, weil er in einem Schulaufsatz zwei ähnliche Worte miteinander verwechselt hat. Der Schüler hatte geschrieben, er lebe in einem "Terroristenhaus". Gemeint hatte er "Reihenhaus".

Im Englischen sind sich die Wörter durchaus ähnlich: Reihenhaus heißt "terraced house". Terroristenhaus heißt "terrorist house". Die Lehrer des Jungen erkannten den Schreibfehler aber nicht. Da sie nach den britischen Anti-Terror-Gesetzen verpflichtet sind, Verdächtiges zu melden, informierten sie die Polizei.

Tatsächlich befragten Beamte und ein Sozialarbeiter den Jungen und untersuchten einen PC der Eltern. Sie kamen aber bei ihrem Besuch im Haus der Familie schnell zu der Überzeugung, dass keine Gefahr vorliege. Die Familie ist dennoch sehr aufgebracht.

Man habe das zunächst für einen schlechten Scherz gehalten, sagte eine Angehörige. Nie hätte sie sich vorstellen können, dass so etwas einem kleinen Kind passieren könne. Die Eltern des Jungen vermuten, dass die Aktion damit zusammenhängt, dass sie Muslime sind. Sie fordern nun eine ordentliche Entschuldigung.

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