Tränengas am Grenzzaun

Ein Bild vom Herbst 2015. Damals lohnte sich das Warten noch. Ein Bild vom Herbst 2015. Damals lohnte sich das Warten noch.
© Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres; Wikipedia; CC BY 2.0

In Griechenland haben Hunderte von Flüchtlingen versucht, den Grenzzaun zu Mazedonien zu stürmen. Sie versuchten, das verschlossene Tor im Zaun mit Eisenstangen aufzuhebeln. Die mazedonischen Polizisten setzten Tränengas ein. So drängten sie die Flüchtlinge zurück. Teilweise gerieten Frauen und Kinder dabei in Panik.

Der Grund für diesen Angriff auf den Grenzzaun ist Verzweiflung. Auf griechischer Seite sitzen etwa 6000 Flüchtlinge fest. Sie kommen nicht weiter, weil Mazedonien nur noch gelegentlich kleine Gruppen durchlässt. Damit ist die so genannte Balkan-Route, auf der die Flüchtlinge nach Deutschland oder Schweden kommen wollen, dicht.

Denn auch Serbien, Kroatien, Slowenien und Österreich haben Kontingente eingeführt. Das bedeutet, dass sie jeden Tag nur eine kleine Menge von Flüchtlingen ins Land lassen. Viele Flüchtlinge befürchten nun, dass sie es nicht schaffen werden, sich und ihre Familie in Sicherheit zu bringen.

Im Lager in Idomeni, wo die Flüchtlinge warten, ist die Lage katastrophal. Es gibt nur kleine Zelte, die nachts nicht gegen die Kälte schützen. Essen und Getränke reichen nicht aus. Hilfsorganisationen fordern die Politiker auf, die Grenzen zu öffnen und die Menschen aufzunehmen.

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