Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD): Cannabinoide und CBD-Forschung im Überblick

Ein aktueller Fallbericht aus dem Jahr 2019 und eine Literaturübersicht analysierten die Auswirkungen der Selbstverabreichung von CBD bei Patienten mit COPD. Die Forscher vermuten, dass Cannabidiol eine Rolle bei der auffälligen Reaktion der Lunge von COPD-Patienten spielen könnte.
In diesem Fallbericht wurde festgestellt, dass die Selbstverabreichung von CBD in nur einem Monat zu einer deutlichen Rückbildung der Lymphknoten führte.

Auch wenn es sich nur um eine kleine Fallstudie handelte, kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die potenziellen Anwendungen bei der Behandlung von COPD erwähnenswert sind.

Obwohl es kaum evidenzbasierte Forschung gibt, die Cannabidiol bei Patienten mit COPD untersucht, gibt es Tierstudien, die bisher vielversprechend sind.

In der 2015 in der Zeitschrift Immunopharmacology and Immunotoxicology veröffentlichten Studie untersuchten Forscher die Auswirkungen von CBD als therapeutische Behandlung auf die Lungenmechanik und Entzündung bei Mäusen. Sie wiesen darauf hin, dass CBD den Gesamtwiderstand und die Elastizität der Lunge, die Migration weißer Blutkörperchen in die Lunge, die Aktivität im Lungengewebe, die Proteinkonzentration sowie die Produktion von entzündungsfördernden Markern verringerte.
Cannabidiol könnte ein nützliches therapeutisches Mittel zur Behandlung und Linderung von entzündlichen Lungenerkrankungen sein.