Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Cannabinoide und CBD-Forschung im Überblick

Eine neue Studie, die im Journal of Affective Disorders veröffentlicht wurde, ergab, dass Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), die Cannabis konsumierten, eine signifikante Verringerung ihrer Kernsymptome berichteten. An der Studie nahmen mehr als 400 Personen mit PTBS teil, die ihren Cannabiskonsum und den Schweregrad ihrer Symptome mit der App Strainprint verfolgten. In der Studie wurden nur diejenigen erfasst, die Cannabis durch Inhalation konsumierten, wie etwa durch Verdampfen, Rauchen oder Tupfen.

Die Studienteilnehmer berichteten, dass Cannabis aufdringliche Gedanken um 62 %, Flashbacks um 51 %, Reizbarkeit um 67 % und Angstzustände um 57 % reduzierte.
Die Forscher fanden heraus, dass Cannabis die PTBS-Symptome im Moment reduziert, aber dass es die Symptome der Menschen über den längeren Zeitraum der Studie nicht reduziert.
Es ist wichtig, daran zu denken, dass alle Aspekte der Studie von den Teilnehmern selbst angegeben wurden, einschließlich der PTBS-Diagnose, so dass zusätzliche Forschung erforderlich ist.
Die Studie schloss auch Cannabisöle, Tinkturen und Esswaren aus, die häufiger für gesundheitsbezogene Symptome verwendet werden.

Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung, die typischerweise nach dem Überleben eines schweren Traumas wie Missbrauch, Krieg oder einer Naturkatastrophe auftritt. Menschen mit PTBS zeigen typischerweise Symptome wie das Wiedererleben eines vergangenen Traumas, als ob es in der Gegenwart stattfände, das Vermeiden jeglicher Erinnerung an ein vergangenes Trauma, lähmende negative Gedanken oder Überzeugungen und Hypervigilanz.

Etwa 70 % der Menschen in den USA erleben mindestens einmal in ihrem Leben ein traumatisches Ereignis, und 20 % von ihnen entwickeln eine PTBS.
Bei schätzungsweise 8,7 % der Amerikaner wird irgendwann in ihrem Leben eine PTBS diagnostiziert, und 3,6 % der Bevölkerung leidet in jedem Jahr an einer PTBS.
Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit, an einer PTBS zu erkranken, doppelt so hoch wie bei Männern.